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Kommendes & Gastbeiträge

Blog von Alexander Tschernek

Bis 1. Juli gratis online

NIE WIEDER ARBEIT – Botschaften vom anderen Leben

«Das Schaffen von Alexander Tschernek könnte man als ‚performative Denkwürdigkeit‘ charakterisieren. SeineInszenierung des Denkens erzeugt ein eigenartiges Oszillieren zwischen Gegensätzen: zwischen Humor und Tiefsinn, euphorischem Höhenflug und vergrübeltem Im-Kreise-Drehen. Man weiß immer wieder nicht, ob man es gerade mit einer ironischen Einlage oder mit einem philo-sophierenden Sermon zu tun hat. Dieses Oszillieren ver-setzt Zuhörer und Zuschauer in eine innere Regsamkeit, die vielleicht zu den wertvollsten Früchten der Arbeit von Alexander Tschernek gehört.»

Stefan Brotbeck – Philosophicum Basel

Freitag, 25. Juni 2021

«schaun»

Oben sein

Dem Himmel recht nah

Von oben nach unten schaun

Von oben nach oben schaun

NICHTS IST ENTSCHIEDEN

Unten sein

Der Erde recht nah

Von unten nach oben schaun

Von unten nach innen schaun

NICHTS IST UNMÖGLICH

So viele Sirenen zu hören

Was singen sie

So viele Winde wehen

Was wehen sie

NICHTS IST VERSTÄNDLICH

Innen sein

Dem Herzen ganz nah

Von innen nach unten schaun

Von innen nach oben schaun

Von innen nach innen

ALLES IST ZU ERKENNEN

#text #gedicht

Dienstag, 1. Juni 2021

Die Jahrhundertstimme unterwegs zu NIE WIEDER ARBEIT

Ein Gespräch mit laStaempfli

«Mit seinem manifestartigen Werk entführt uns Alexander Tschernek auf eine Gedankenreise und glänzt dabei in An- und Zwiesprache. Die Textmasken von Reinhard P. Gruber, gesprochen von einer der schönsten Stimmen des deutschen Sprachraums, werden in ungewöhnlich gewöhnlichen Settings zu markerschütternden Weckrufen, in denen das Mitdenken zur Offenbarung wird.» laStaempfli

54 Minuten Podcast von Regula Stämpfli im Gespräch mit Alexander Tschernek

http://artisapieceofcake.art/

Dienstag, 1. Juni 2021

NEULICH IN DER UNGARGASSE – Philosophische Begegnungen

Erstveröffentlichung

Sieben Hörstücke von und mit Alexander Tschernek & Susanne Brandt für zuhause und unterwegs

Mann: Haben Sie das gesehen? Jetzt war die Ampel für zwei Sekunden grün und jetzt ist sie wieder rot. Grrrr. Unglaublich!

Frau: Ja, so ist das im Leben: Ein Zeit-Fensterchen tut sich auf, man hat eine Möglichkeit oder Gelegenheit – … und verpasst sie. Deswegen ist es gut, wenn man warten kann.

Gedicht vom 22. Mai 2021

Geimpft.

Gerädert.

Gespannt.

Was kommt kommt kommt

Was geht geht geht

Was geht und kommt

Was kommt und weht

Neulich in der Welt ist was passiert

Plötzlich waren wahre Preise zu zahlen

Für das vergnügte Leben

Überall Prüfstände

Im Kaufhof und im Hirn

Vom Herzen nicht zu reden

Da ist was los

Da will die Freiheit schlagen

Da kommt was und

Da geht was

(A.T.)

Dienstag, 1. Mai 2021

Philosophie Pur – Im Gespräch mit Anatol Schivkov

Arbeit – Muße – Faulheit

Ein Drittel von jedem

Das müsste doch zu schaffen sein

Auf der Suche nach dem verlorenen Sinn

Das müsste doch zu füllen sein

Auf dem Weg ins bedingungslose Leben

Auf dem Weg ins Ich

Kann sein mit Ächzen und Stöhnen

Es gibt schließlich unglaublich viel Unglaubwürdigkeit

Und unglaublich viel Ungerechtigkeit

Schuld sind oft die anderen

Und ich

Arbeit gleich Handeln

Muße gleich Gedanken wirken lassen

Faulheit gleich Genuss

Für mich geht die Rechnung auf

Das könnte auch die Wirtschaft freun

Das müsste wie gesagt zu schaffen sein

(A.T.)

#audio #hörspiel #schivkov

Unsere Vermittlung von Erkenntnisfreuden soll wachsen!

Es gibt mehrere Möglichkeiten des Dabeiseins:

  • Jahresabonnements von 33-99 € – dann hast Du für ein Jahr Zugang zu allen Inhalten von philosophiepur.net
  • Erwerb eines selbstgestrickten mäzenatischen Topflappens für günstige 700 € – dann wirst Du Dir beim Kochen nie mehr die Finger verbrennen & heikle Fragen zum Thema Arbeit gelassen beantworten können
  • Bestellung unserer Erkenntnis-Objekte: ein Nie-Wieder-Arbeit-Badehandtuch und eine robuste NWA-Emaille-Tasse – dann wirst Du durch die entstehenden Gespräche Deinen ganz eigenen Gedankenlehrgang zu Arbeit, Muße & Faulheit durchlaufen

Genauere Information auf unserer DABEISEIN-Seite

Freitag, 1. Mai 2020

Philosophie Pur – Macht Angst

Ursendung Radio Ö1

Vor einem Jahr am 1. Mai wollten wir ursprünglich ein Philosophie-Hörstück zum Thema „Nie wieder Arbeit“ senden, aber plötzlich waren wir alle im Lockdown / im Homeoffice / im Ungewissen. Es war im wahrsten Sinne des Wortes not-wendig, sich mit etwas anderem zu beschäftigen: mit der Angst, die uns in unterschiedlichen Formen begleitet. In Sören Kierkegaards Werk „Der Begriff Angst“ haben wir einen wunderbaren Text gefunden, der die Angst in einen Lehrmeister der Möglichkeiten verwandelt.

In vielen Gesprächen mit Susanne Brandt (Regie) und Manuel Schmale (Schnitt & Mischung) entstand schließlich ein Hörstück, das Erkenntnisschmerzen mit Erkenntnisfreuden verbindet.

#audio #hörspiel #ö1

21.12.2019

DIE WUNDE UND DAS WUNDER DER GEGENWART

Gastkommentar in «Die Presse» 

Immer liegt sie da vor uns. Die Zukunft. Brettlbreit. Sie ist ein bedenkliches Ding und sollte gerne Hoffnungsschimmer versprühen und lieber keine Sorgenfalten auf die Stirn vor unserem geplagten Hirn zaubern. Die Sorgen sind ja berechtigt – um die Zukunft der Welt, um die Zukunft der Menschheit. Vielleicht sollten wir aber auch die Zukunft der Zukunft mit ein paar würdigen Fragen behaften in einer Zeit, in der uns die Sicherheiten nur so dahinschwimmen?! Die Gegenwart hat immer ein paar Antworten parat im Rahmen der Besinnung einer eroberungsfähigen Gedankenfreiheit. Irgendwann habe ich gelernt, mich von fremden und eigenen Gedanken befreien und trösten zu lassen, von der Philosophie, vom Logos, und beschäftige mich seitdem mit der Vermittlung von Erkenntnisfreuden, gleichwohl auch die Erkenntnisschmerzen nicht zu verachten sind. Gerade die Weihnachtszeit sollte erfüllt sein von Jubelrufen und frohen Botschaften (Halleluja), aber Wirtschaft und Werbung, die mit vielen unsäglichen Worten zum Kauf aufrufen, machen einem das Vernehmen anderer Wahrheiten weiß-gott-schwer. Neben der Bilderüberflutung ist auch ein Wortlärm entstanden, dem schwierig zu entrinnen ist. Zu viele Töne, Miß- und Hasstöne in den unzählbaren Postings, die not-wendige Stillen vertreiben, die Gedanken manipulieren und Ängste bewirken und vergrößern, die noch nie gute Ratgeber waren. Da danke ich von Herzen den Philosophinnen (jüngst Regula Stämpfli, immer wieder Hannah Arendt, Platon und Kierkegaard), die mich zum eigenen und eher harmonischen Denken herausfordern. Denn Philosophie ist für mich die Musik der Ideen und Gedanken sind wie Töne, die wir nicht festhalten können, sondern in einer erfüllten Gegenwart immer wieder neu erringen und begründen dürfenmüssen. Nietzsche meinte ja, daß das Leben ohne Musik ein Irrtum sei. Ich erlaube mir, ihn ein bisschen weiterzudenken: Ohne Irrtum wäre das Leben Musik…


Ins Paradiesische hineinlauschend wünschte ich mir also, auf Vieles verzichten zu können in unserer belasteten Welt und wage dabei die Frage, ob ich mit meinen alltäglichen unnützen Worten möglicherweise nicht ebenso schlimmen Müll produziere wie mit den Joghurtbechern und Plastiksackerln aus dem Supermarkt? Die Zeit wird immer knapper bei dem vielen Entsorgen und Recyceln, dem nicht enden wollenden Lesen und Löschen von fast nur noch digitalen Wortnachrichten. Da will mir ein zunehmendes Schweigen, ein Verzicht auf Worte als ein schöneres Wachstum erscheinen als das der (für mich zu hoch gepriesenen) Marktwirtschaft. So liegt sie also immer in uns, die Gegenwart, gebettet zwischen Vergangenheit und Zukunft, mal schlummernd, mal zündend und wäre durchaus bereit, uns Tore zu öffnen in Gedankenländer, die uns so fremd nicht sein müssen. Dabei wartet sie uns entgegen, die Gegenwart, höchst geduldig und geheimnisvoll. Schließlich ist sie die einzige Zeit, die das Zeug zur Ewigkeit hat – Erlösungsangebote kosten- nicht aber preislos inbegriffen. Vor gut zweitausend Jahren soll uns ein Revoluzzer und Heiland geboren worden sein, sicher nicht der einzige; einer der gewiß auf viele Worte verzichtet hat und vor allem währende sprach, mutmaßlich solche, die seine Weisheits- und Liebesprüfung bestanden haben. Man muß ihm ja nicht nachfolgen, aber als Vorbild kann er mir schon dienen, wenn ich meine Umwelt nicht länger belasten, sondern fürnehmlich meinen Mitmenschen eine Bereicherung sein will – in jeglicher und einfacher Hinsicht. In jedem Fall aber scheint es mir in keinem anderen Bild als dem der ärmlichen Krippe mit den Herbergslosen besser dargestellt und erfasst zu sein: die Wunde und das Wunder der Gegenwart. (AT)


https://www.diepresse.com/5742019/die-wunde-und-das-wunder-der-gegenwart

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